Stellen Sie sich vor, Sie geben Ihrem Chef Feedback zu seiner Leistung. Ja, das kann wirklich unangenehm, nervenaufreibend und peinlich sein. So sehr, dass viele Mitarbeitende es ganz vermeiden. Denn Feedback kann manchmal als konstruktive Kritik verstanden werden und einen in eine verletzliche Position bringen. Schließlich sind es die Manager und Führungskräfte, die für Beförderungen und Gehaltserhöhungen verantwortlich sind.
Trotz der Zurückhaltung der Mitarbeitenden ist es wichtig, dass Personen in Führungspositionen Rückmeldungen von ihren Teams erhalten, um zu erfahren, was sie gut machen und was sie verbessern können. Deshalb spielen Aufwärtsfeedback-Umfragen eine zentrale Rolle in jeder Organisation. Sie bieten den Mitarbeitenden eine großartige Möglichkeit, ihre ehrlichen Gedanken und Gefühle über ihre Vorgesetzten zu teilen – ohne Angst vor negativen Konsequenzen.
In diesem Blog untersuchen wir, was Aufwärtsfeedback ist und welche bewährten Methoden Sie für ein effektives Aufwärtsfeedback-System in Ihrem Unternehmen anwenden können.
Was ist eine Aufwärtsumfrage?
Eine Aufwärtsfeedback-Umfrage ist ein Fragebogen, der an Mitarbeitende verteilt wird, um Feedback zu ihren Erfahrungen mit ihrem Vorgesetzten zu sammeln. Diese Umfragen sind auch unter den Namen Aufwärtsbewertungs- oder Vorgesetztenbewertungs-Umfragen bekannt.
Einige Unternehmen nutzen Aufwärtsfeedback, um sowohl direkte Vorgesetzte als auch höhere Führungsebenen zu bewerten. Ein Mitarbeitender an der Front kann beispielsweise eine Umfrage über seinen direkten Vorgesetzten, eine höhere Führungskraft und sogar über leitende Geschäftsführungspersonen ausfüllen.
Das Hauptziel von Aufwärtsfeedback-Umfragen ist es, Einblicke der Mitarbeitenden darüber zu sammeln, worin der Manager gut ist, was gut funktioniert, was verbessert werden muss und welche Ideen es gibt, um ein effektiveres Arbeitsumfeld zu schaffen.
Bedeutung von Aufwärtsfeedback
Fördert bessere Führungskräfte
Laut einer Gallup-Studie waren Manager, die Feedback erhielten, um 8,9 % profitabler als diejenigen, die keines erhielten. Für Manager, die ihre Führungsfähigkeiten verbessern wollen, ist es entscheidend, für Rückmeldungen offen zu sein. Manager können Aufwärtsfeedback auch in 1:1-Gesprächen mit Mitarbeitenden einholen. Kontinuierliches Feedback ist der Schlüssel zur kontinuierlichen Verbesserung.
Stellen Sie den Mitarbeitenden folgende Fragen, um das Feedback zu fördern:
- Wie kann Ihr Manager Sie besser unterstützen?
- Ist Ihr Manager ein Mikromanager?
- Gibt Ihr Manager ausreichend Feedback? Wenn nicht, welche Art von Feedback erwarten Sie?
Steigert das Mitarbeiterengagement
Mitarbeitende mit schlechten Managern sind weniger engagiert als solche mit guten Vorgesetzten. Untersuchungen zeigen, dass mangelndes Engagement der Mitarbeitenden die US-Wirtschaft jährlich 450 bis 550 Milliarden Dollar kostet.
Aufwärtsfeedback ist eine strategische Methode, um Mitarbeitereingaben zu sammeln, Managern zu helfen, ihre Teams besser zu unterstützen und auch die Wertschätzung durch Mitarbeitende zu ermöglichen. Studien zeigen, dass rund 53 % der Führungskräfte und 42 % der Manager sich mehr Anerkennung in ihren Organisationen wünschen.
Stärkt Beziehungen
Arbeitsbeziehungen wirken sich stark auf Engagement, Motivation und Mitarbeiterbindung aus. Wichtige Erkenntnisse:
- 75 % der Mitarbeitenden gaben an, dass ihre direkten Vorgesetzten die stressigste Komponente ihrer Arbeit sind.
- 56 % der Befragten in einer Studie beschrieben ihre Führungskraft als leicht (32 %) oder stark (24 %) toxisch. Mitarbeitende unter stark toxischen Führungskräften zeigen eine deutlich höhere Wechselabsicht (73 % vs. 24 %).
- Die Beziehung zum Management ist der wichtigste Faktor für Arbeitszufriedenheit.
- Mitarbeitende, die ihrem Chef nicht vertrauen, neigen eher dazu, den Job zu wechseln.
3 Tipps für Manager beim Erhalt von Aufwärtsfeedback
Es ist nicht leicht, Feedback von Untergebenen zu erhalten – aber Sie können sich darauf vorbereiten. Wenn Sie HR-Manager sind, teilen Sie diese Tipps mit allen Führungskräften in Ihrer Organisation:
1. Nehmen Sie es nicht persönlich
Wir verstehen, dass es herausfordernd ist, ein Team zu führen. Ihre Mitarbeitenden sind möglicherweise nicht geübt im Geben von Feedback und äußern sich direkt. Nehmen Sie es daher nicht persönlich. Konzentrieren Sie sich auf Verbesserungspotenziale und entwickeln Sie Ihre Führung weiter.
2. Nehmen Sie es Ihren Mitarbeitenden nicht übel
Denken Sie daran: Ihre Mitarbeitenden geben ehrliches Feedback. Es ihnen übel zu nehmen, bringt niemandem etwas. Sehen Sie das Feedback als Chance, eine positivere und effektivere Arbeitsumgebung zu schaffen.
3. Es ist in Ordnung, nicht mit allem einverstanden zu sein
Es ist normal, mit manchen Rückmeldungen nicht übereinzustimmen. Sie müssen nicht auf alles reagieren. Aber bleiben Sie offen und reflektieren Sie Ihre Leistung ehrlich. Mehrfach wiederholtes Feedback kann ein Anzeichen für Handlungsbedarf sein.
Beispielhafte Fragen für eine Aufwärtsumfrage
Nachfolgend einige Beispielfragen für eine Aufwärtsbewertungsumfrage. Verwenden Sie eine Bewertungsskala wie: Stimme voll zu, Stimme eher zu, Neutral, Stimme eher nicht zu, Stimme überhaupt nicht zu.
- Die Kommunikation zwischen [Name des Managers] und mir ist gut.
- [Name des Managers] ermöglicht mir, Entscheidungen zu treffen, die meine Arbeit betreffen.
- [Name des Managers] erkennt gute Arbeitsleistung an.
- [Name des Managers] und ich haben eine gute Arbeitsbeziehung.
- [Name des Managers] und ich vertrauen einander.
- [Name des Managers] hilft anderen Mitarbeitenden bei Bedarf proaktiv.
- [Name des Managers] motiviert mich, meine Ziele zu erreichen.
- [Name des Managers] ist bereit, neue Aufgaben zu übernehmen.
- [Name des Managers] akzeptiert Veränderungen bereitwillig.
- [Name des Managers] unterstützt ein sicheres Arbeitsumfeld.
Diese Fragen können je nach Bedarf angepasst werden.
Hier einige direkte Fragen, die Manager nutzen können, um konkretes Feedback von ihrem Team zu erhalten:
- Was wäre das Hilfreichste, das Ihr Manager tun könnte, um Ihre Arbeit zu erleichtern?
- Was sind die drei wichtigsten Dinge, die Ihr Manager tun könnte, um Ihre Arbeit angenehmer zu gestalten?
- Was ist das am wenigsten hilfreiche Verhalten Ihres Managers?
- Welche Bedenken haben Sie beim Geben von Feedback an Ihren Manager? Was kann die HR-Abteilung oder der Manager selbst tun, um diese Bedenken zu reduzieren?
- Wie erhalten Sie am liebsten Feedback und Anerkennung für Ihre Arbeit?
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Konstruktives Aufwärtsfeedback ist entscheidend für den Erfolg einer Organisation. Aber es kann schwierig sein, Führungskräften Rückmeldung zu geben – besonders wenn der Prozess nicht gut gestaltet ist. Mit dem Enquete-Umfragetool können Sie 360°-Feedback etablieren und die Kommunikation am Arbeitsplatz verbessern. Das steigert die Produktivität und das Engagement Ihrer Teams.
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